So funktioniert Keep86
Kurz gesagt: Keep86 betreibt auf Ihrem Mac mit Apple Silicon eine versteckte virtuelle Maschine mit macOS 27, in der Rosetta eingeschaltet ist. Ihre Intel-Apps werden dort installiert, und Keep86 zeigt die Fenster jeder App auf Ihrem gewohnten Schreibtisch – Sie öffnen und nutzen sie wie jede andere App, ohne einen zweiten Schreibtisch verwalten zu müssen.
Keep86 ist in der öffentlichen Beta. Diese Seite beschreibt, wie Keep86 aufgebaut ist; Ergebnisse für einzelne Apps erscheinen in der Kompatibilitätsdatenbank erst, nachdem wir sie getestet haben.
Eine Frage ist noch offen: Apple hat nicht gesagt, ob macOS 28 Rosetta in einer virtuellen Maschine mit macOS 27 weiterhin zulässt. Davon hängt Keep86 ab. Wir testen das mit den ersten Betaversionen von macOS 28 (erwartet im Juni 2027) und veröffentlichen das Ergebnis auf dieser Seite.
So greifen die Teile ineinander
Einrichtung, einmalig
Apps prüfen
Keep86 listet die Apps auf Ihrem Mac auf, die nur für Intel gebaut sind, und weist auf die hin, für die es stattdessen eine native Version zum Herunterladen gibt.
macOS 27 von Apple herunterladen
Keep86 lädt das offizielle Wiederherstellungs-Image von macOS 27 direkt von Apples Servern herunter. Wir stellen macOS niemals selbst bereit und verbreiten es nicht.
Den virtuellen Mac erstellen
Keep86 erstellt den virtuellen Mac und fragt, wie viel Arbeitsspeicher er nutzen darf, solange er läuft.
macOS darin fertig einrichten
Sie durchlaufen einmal die üblichen Begrüßungsbildschirme von macOS und legen einen lokalen Benutzeraccount an. Ein Apple Account ist nicht nötig.
Apps übernehmen
Wählen Sie die Apps aus, die Sie übernehmen möchten. Keep86 kopiert sie in den virtuellen Mac und legt auf Ihrem Mac für jede App einen Starter mit ihrem Originalsymbol an.
Im Alltag
Apps öffnen wie bisher
Klicken Sie die App im Dock, im Launchpad oder im Finder an. Befindet sich der virtuelle Mac im Ruhezustand, wird er geweckt, und die App öffnet sich.
Fenster auf Ihrem Schreibtisch
Fenster, Menüs und Dialoge jeder übernommenen App erscheinen neben Ihren anderen Apps – nicht in einem zweiten Schreibtisch.
Ihre Dokumente
Übernommene Apps öffnen und sichern Dateien über einen gemeinsamen Ordner auf Ihrem Mac. So bleiben Ihre Dokumente dort, wo Sie sie gewohnt sind.
Ruhezustand bei Nichtnutzung
Wenn Sie Ihre übernommenen Apps schließen, wechselt der virtuelle Mac nach einer Weile in den Ruhezustand und gibt seinen Arbeitsspeicher für den Rest Ihres Macs frei.
Was Sie sehen – und was nicht
Das sehen Sie
- Die eigenen Fenster und Dialoge der App
- Ihre Menüs und Tastaturkurzbefehle
- Das Symbol der App im Dock
- Ein kleines Keep86-Menü in der Menüleiste
Bleibt verborgen
- Schreibtisch und Finder des virtuellen Macs
- Sein Anmeldefenster und seine Systemupdates
- Die Einrichtung von Rosetta darin
- Alles, worum Sie sich nicht kümmern müssen
Was Ihr Mac braucht
- Einen Mac mit Apple Silicon (M1 oder neuer) mit macOS 27 oder neuer. Intel-Macs brauchen Keep86 nicht: Sie führen Intel-Apps nativ aus.
- Etwa 65 GB freien Speicherplatz während der Einrichtung, danach etwa 40 GB, dazu Platz für die Apps, die Sie übernehmen.
- 16 GB Arbeitsspeicher empfohlen (8 GB reichen für einfache Apps). Der virtuelle Mac reserviert den Arbeitsspeicher, den Sie ihm zuweisen, bis er in den Ruhezustand wechselt.
- Eine Internetverbindung für den einmaligen Download von macOS und für die Aktualisierung der Lizenz alle ein bis zwei Wochen. Offline arbeitet Keep86 weiter, bis das aktuelle Lizenz-Token abläuft.
Bekannte Grenzen
- OpenGL und OpenCL: Die Grafik des virtuellen Macs unterstützt sie nicht, daher werden manche 3D-Apps und Spiele nicht korrekt dargestellt.
- Anmelden im Mac App Store ist im virtuellen Mac nicht möglich, daher lassen sich App-Store-Käufe dort nicht erneut herunterladen.
- 32-Bit-Apps: Sie werden seit macOS Catalina (2019) nicht mehr unterstützt; Rosetta hat sie nie ausgeführt.
- Treiber und Kernel-Erweiterungen für Scanner, Drucker, Audio-Interfaces und ähnliche Hardware.
- Geschäftliche Nutzung: Die macOS-Lizenz von Apple erlaubt virtuelle Maschinen mit macOS nur für die private, nicht kommerzielle Nutzung, höchstens zwei pro Mac.